FAQ

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solartermie?

Die Solartechnik befasst sich mit der Energiegewinnung aus der Sonne. Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei Verfahren unterschieden: der Photovoltaik und der Solarthermie. Bei der Solarthermie wandeln Kollektoren die Sonneneinstrahlung in nutzbare Wärme um. Sie wird in der Regel über Wärmetauscher für die Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt. Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung der Sonnenenergie in elektrischen Strom.

2. Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage?

Eine Photovoltaik-Anlage, auch PV-Anlage oder Solarstrom-Anlage genannt, wandelt Sonnenenergie in elektrische Energie um. Einzelne, zu Modulen verschaltete Solarzellen erzeugen dabei einen Gleichstrom, der über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Durch den stetigen technischen Fortschritt werden in beiden Fällen die benötigten Solarzellen bzw. Solarkollektoren bei abnehmender Größe immer effektiver... >> mehr

3. Was bedeutet kWp?

KWp ist die Abkürzung für Kilowatt peak (Spitzenleistung) und beschreibt die Nennleistung der Module einer Photovoltaik-Anlage unter optimalen Testbedingungen. In der Regel benötigt man 8 m² Modulfläche zur Erzeugung von 1 kWp Strom.

4. Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage?

Die Höhe des erzeugten Solarstroms hängt vom Standort, der Dachneigung und der verwendeten Solarmodule ab. Eine Photovoltaik-Anlage in Deutschland erzeugt im Schnitt je Kilowatt Peak rund 1000 Kilowattstunden Strom, wobei der Stromertrag in Süddeutschland häufig etwas höher ist als in Norddeutschland.

5. Eignet sich mein Dach für eine PV-Anlage?

Die genaue Eignung Ihres Daches können wir für Sie im Zuge einer genauen Vermessung und Begutachtung konkret ermitteln. Optimale Bedingungen für eine Photovoltaik-Anlage bestehen, wenn das Dach möglichst südlich ausgerichtet ist und eine Dachneigung um die 30 Grad besteht, wobei auch Dächer in Südost- oder Südwestlage hohe Stromerträge generieren können.

6. Kann ich auch auf einem Flachdach eine Photovoltaik-Anlage installieren?

PV-Anlagen können problemfrei auf Flachdächern installiert werden. In diesem Fall werden die Module mit Hilfe eines Montagesystems schräg aufgestellt, so dass sie die optimale Südausrichtung erhalten. Gleichzeitig ist mit der Schrägaufstellung der Module der Reinigungseffekt und eine ausreichende Belüftung gesichert. Hierbei ist ein ausreichend großer Abstand zwischen den Modulen wichtig, da es sonst zu einer Verschattung und somit zu einer Ertragsminderung kommt. Die benötigte Dachfläche ist in etwa doppelt so groß wie bei einer Schrägdachvariante.

7. Wie teuer ist eine Photovoltaik-Anlage?

Die Kosten einer Photovoltaik-Anlage werden i.d.R. pro kWp installierter Anlagenleistung berechnet. Die Preise je kWp sind abhängig von verschiedenen Faktoren, wie unter anderem Hersteller, Qualität, gewünschter Ertragshöhe, der Dachkonstruktion und des hierfür notwendigen Gerüsts. Daher können die Preise einer Solarstrom-Anlage durchaus zwischen 2.300 EUR bis 3.500 EUR/kWp variieren.

8. Welche Lebensdauer besitzt eine Photovoltaik-Anlage?

Die meisten Hersteller geben 20-25 Jahre Garantie auf die Leistungsfähigkeit der PV-Module, dies kann je nach Hersteller variieren. Man geht davon aus, dass eine regelmäßig gewartete Anlage weitaus länger, zum Teil bis zu 35 Jahre alt werden kann.

9. Welchen Modulhersteller soll ich wählen? Ist es besser, einen Deutschen Hersteller zu wählen?

Die meisten Wirtschaftlichkeitsberechnungen belaufen sich über einen Zeitraum von 20 Jahren, da sich auch die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung über diesen Zeitraum erstreckt. Es ist daher sinnvoll einen Anbieter auszuwählen, der einen qualifizierten Service bietet, und auf den Sie im Falle eines Garantie- oder Schadensfalls auch innerhalb der nächsten Jahre noch zurückgreifen können. Billigangebote relativieren sich hier sehr schnell. Wir arbeiten aus diesem Grunde ausschließlich mit etablierten und zertifizierten Markenherstellern zusammen. Es gibt hierbei sowohl gute deutsche als auch gute ausländische Hersteller.

10. Wie kann ich die Lebensdauer und den Ertrag meiner PV-Anlage erhöhen?

Durch regelmäßige PV-Anlagen-Reinigung und Wartung spätestens alle 2 Jahre, insbesondere nach einer extremen Herbst- und Winterzeit! Lesen Sie hierzu mehr in der Rubrik Anlagenwartung.

11. Was ist der Unterschied zwischen einer netzgekoppelten Solarstrom-Anlage und einer Inselanlage?

Bei einer netzgekoppelten Solarstrom-Anlage wird ein Teil oder der gesamte erzeugte Solarstrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Bei einer Inselanlage (autarke Photovoltaik-Anlage) wird der erzeugte Strom nicht in das öffentliche Stromnetz geleitet, sondern selbst genutzt. Der erzeugte Strom wird in Akkus eingespeist.

12. Muss ich den Strom ins Netz einspeisen, oder kann ich ihn auch selbst verbrauchen? Ab wann macht es Sinn, den Strom selbst zu nutzen?

Der produzierte Solarstrom kann sowohl selbst verbraucht als auch ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Ausschlaggebend hierfür ist unter anderem die Höhe des eigenen Stromverbrauchs. Bei einem hohen Stromverbrauch ist es sinnvoll einen Teil des erzeugten Stroms selbst zu nutzen. Sie sparen nicht nur Stromkosten, sondern erhalten bei Gebäudeanlagen bis 500kWp auch noch einen Staatlichen Bonus gemäß EEG.

13. Kann eine Photovoltaik-Anlage auch nachts Erträge erzielen? Kann ich den Strom auch nachts einspeisen?

Da eine Photovoltaik-Anlage bei Sonneneinstrahlung Strom produziert und diese nachts nicht scheint, werden nachts auch keine Erträge erzielt und kein Strom eingespeist.

14. Was für Montagearten gibt es für Solarstrom-Anlagen auf Dächern?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen einer Aufdachmontage und einer Indachmontage.

Bei der Aufdachmontage werden die PV-Module oberhalb der vorhandenen Dacheindeckung auf Montagestellen befestigt. Montage auf Schrägdächern: Hier werden die Module parallel zur Dachfläche, mit geringem Abstand zur Dachfläche montiert, so das sich kaum Windangriffsfläche bietet. Montage auf Flachdächern: Die Module werden Module über ein Montagesystem schräg aufgestellt, so dass sie die optimale Südausrichtung erhalten. Gleichzeitig ist mit der Schrägaufstellung der Module der Reinigungseffekt und eine ausreichende Belüftung gesichert.

Bei der Indachmontage (Solardachziegel, Solar-Roof-Systeme) werden die Photovoltaik-Module direkt in das Dach integriert. Solardachziegel ersetzen die Dachziegel und werden auf der Unterseite durch Steckverbindungen zu größeren Einheiten zusammengeschlossen. Solar-Roof-Systeme stehen für die komplette Abdeckung der Dachfläche mit Modulen („Energiedächer“).

Die Indachmontage ist zwar unter ästhetischen Gesichtspunkten ansprechend, hat jedoch den Nachteil der schlechteren Hinterlüftung, was zu einem verminderten Stromertrag führen kann. Denn: je kühler die Module, desto höher der Wirkungsgrad.

Insbesondere bei Nachrüstung einer PV-Anlage auf bestehenden Gebäuden ist eine Aufdachmontage kostengünstiger als eine Indachmontage, da sie weniger aufwändig ist.

15. Brauche ich eine Baugenehmigung?

Die Mehrheit aller Solarstrom-Anlagen ist in der Regel nicht genehmigungspflichtig. Dies ist jedoch im Einzelfall zu prüfen. Um sicher zu gehen, empfiehlt sich vor der Installation der Solarstrom-Anlage Kontakt mit der zuständigen Behörde aufzunehmen, insbesondere im Falle von denkmalgeschützten Gebäuden oder gewerblich betriebenen Außenanlagen mit weniger als 50% Eigenverbrauch.

Haben Sie noch weitere Fragen? Dann kontaktieren Sie uns einfach unter der kostenlosen Rufnummer 0211-58 588 38-0 oder unter info@solarexpert.de.